FDP besucht inklusives Café Jost in Bad Nauheim
Bei Ihrem Besuch der FDP Bad Nauheim im Café Jost stand das inklusive Gastronomiekonzept ebenso im Mittelpunkt wie die wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen des Betriebs. Gastgeber war Oliver Schmitz, Betriebsleiter des Cafés in der Trinkkuranlage.
Oliver Schmitz leitet das Café Jost seit dem vergangenen Jahr und ist für den gesamten operativen Betrieb verantwortlich. Dazu zählen die Organisation des Tagesgeschäfts, die Führung des inklusiven Teams sowie die Koordination von Veranstaltungen. Das Café Jost wird als Inklusionsbetrieb geführt und beschäftigt Menschen mit und ohne Einschränkungen gemeinsam sowohl im Service und in der Küche als auch im Bereich der Gebäudereinigung.
Paula Preiß, Spitzenkandidatin zur Kommunalwahl, erkundigte sich nach der Zahl der Menschen mit Einschränkungen, die im Café beschäftigt sind. Schmitz erläuterte, dass aktuell zwischen acht und zehn Mitarbeitern mit Handikap im Betrieb arbeiten. Das Café sei bewusst als inklusiver Arbeitsplatz konzipiert, bei dem Teilhabe im regulären Arbeitsumfeld ermöglicht werde.
Don Bösel hob in der Diskussion hervor, dass es sich beim Café Jost um ein Vorzeigeprojekt für die Stadt Bad Nauheim handle. Das inklusive Café bereichere nicht nur das gastronomische Angebot, sondern erfülle auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Ein solches Projekt verdiene aus seiner Sicht besondere Unterstützung.
Jochen Ruths sprach den Standort des Cafés an und fragte, ob dieser als ausreichend prominent wahrgenommen werde. Oliver Schmitz bestätigte grundsätzlich die sehr gute Lage sowohl innerhalb der historischen Trinkkuranlage als auch generell im Stadtzentrum. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Café Jost häufig lediglich als Durchgang zwischen Straße und Innenhof genutzt werde und viele Passanten die Gastronomie dabei nicht bewusst wahrnehmen.
Peter Heidt wollte wissen, wie das Verhältnis von Mitarbeitenden mit und ohne Handikap gestaltet sei. Schmitz erklärte, dass aufgrund der Größe und Weitläufigkeit des Cafés ein 1:1-Verhältnis notwendig sei, um den Betrieb reibungslos und inklusiv organisieren zu können.
Patricia Preiß erkundigte sich nach möglichen Werbe- und Marketingmaßnahmen, um die Sichtbarkeit des Cafés zu erhöhen. Schmitz machte deutlich, dass zusätzliche Außenwerbung grundsätzlich hilfreich wäre, diese jedoch durch den Denkmalschutz der Trinkkuranlage stark eingeschränkt sei. Eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung bleibe dennoch ein wichtiges Ziel. Diese könnte zum Beispiel durch die Installation einer denkmalgerechten Außenwerbung an der Fassade zur Kurstraße erzielt werden.
Als Mitglied des Kultur- und Sportausschusses fragte Sven Klausnitzer nach der wirtschaftlichen Situation des Cafés bei Großveranstaltungen wie dem Elvis Festival oder der Sommerreihe. Schmitz erläuterte, dass das Café bei diesen Veranstaltungen keine exklusive Bewirtung habe. Dennoch werde das Café Jost sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Veranstaltungen häufig als erster Ansprechpartner für Gastronomie wahrgenommen und profitiere von der erhöhten Besucherfrequenz bei Großveranstaltungen.
„Der Besuch machte deutlich, dass das Café Jost nicht nur ein gastronomischer Treffpunkt ist, sondern ein bedeutender inklusiver Betrieb in Bad Nauheim, der gesellschaftliches Engagement mit wirtschaftlichem Anspruch verbindet,“ schließt der Ortsvorsitzende Julius Ulowetz den Besuch und versicherte die Unterstützung durch die FDP Bad Nauheim.